Angst

Die Angst

Evolutionsgeschichtlich hat die Angst eine wichtige Aufgabe. Sie schärft unsere Sinne damit wir in Gefahrsituationen angemessen reagieren (z.B fliehen) können.

Der Energieaufwand für eine Flucht ist sehr gering (wenige hundert kcal), während die Folgen einer Bedrohung äusserst schwere Auswirkungen haben können. Deshalb sind die Sensoren für Angst sehr empfindlich eingestellt, was oft zu Fehlalarmen führt.

In der heutigen Zeit bestehen ganz andere lebensbedrohliche Gefahren als in der Zeit der Jäger und Sammler. Als Jäger und Sammler war die ständige Aufmerksamkeit allfälliger Drohungen äusserst wichtig. Nach der Aufmerksamkeit folgt, falls eine gefährliche Situation zur Realität wird, die Angst, welche uns alle Voraussetzungen zur Flucht oder zum Kampf bereitstellt.

Die Gefahren der heutigen Zeit sind eher kalkulierbar. Wir wissen mehrheitlich, in welcher Situation wir uns welcher Gefahr aussetzen und achten uns in diesen Momenten auf ein angemessenes Verhalten. Eine Angst, welche uns auf Flucht oder Kampf vorbereitet, ist also oftmals nicht notwendig. Doch genau das passiert bei Vielen trotzdem. Die „Angst-Sensoren“ sind zu sensibel eingestellt.

Gründe dafür gibt es viele. Häufig entstehen übermässige Angstreaktionen durch Erfahrungen, Erlebnisse, Einstellungen und Beobachtungen.

Kurz und bündig

Funktion

Schutz: Sinne schärfen, damit man in Situationen der Gefahr angemessen reagieren kann (Flucht, Kampf…)

Definition

Angst allgemein: Empfindungs- und Verhaltensreaktion aus Ungewissheit, (körperlicher) Anspannung und Furcht, die durch eine eingetretene oder erwartete Bedrohung hervorgerufen wird.

Phobie: Angst vor einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Situation

Angststörung: andauernde Kontrollverluste oder Lähmungen

Beteiligte Hirnbereiche

An der Entstehung der Angst und den folgenden Reaktionen, sind folgende Hirnbereiche beteiligt:

  • Amygdala
  • Hypothalamus
  • Koordinationsstelle für Angst- und Fluchtreflexe (periaquäduktales Grau)
  • Hirnkern zur Regulierung der Atmung (Nucleus parabrachialis)
  • Gesichtsnerven (5. und 7. Hirnnerv)
  • vegetatives Nervensystem (N. Vagus)

folgende Hormone werden ausgeschüttet:

  • Acetylcholin
  • Cortisol
  • Adrenalin
  • Noradrenalin
  • Dopamin

Die Amygdala spielt dabei die zentralste Rolle:

Die Amygdala

  • ist zentrale Verarbeitungsstation für externe Impulse und deren vegetativen Auswirkungen
  • Ist für emotionale Einfärbung von Informationen zuständig
  • spielt eine wichtige Rolle bei emotionaler Bewertung und Wiedererkennung von Situationen sowie Analyse möglicher Gefahren

Der Angstzustand kann mit Kinesiologie behandelt werden.

Angst Therapie

Angste

Die Amygdala (= Mandelkern, Corpus amygdaloideum) ist ein Mandelförmiger Kern, bestehend aus 13 weiteren Kernen. Sie wird dem Limbischen System angeordnet und befindet sich tief in unserem Hirn.

Funktion:

erhält Informationen von allen Sinnen:

  • Sehen
  • Hören
  • Riechen
  • Schmecken
  • Tasten

sendet Informationen an:

  • den Hypothalamus – zur Freisetzung von Stresshormonen (ACTH) und Aktivierung des vegetativen Nervensystems -> Gefühl entsteht
  • den Nerv vagus– vegetatives Nervensystem – zur Beeinflussung des Magen-Darm-Trakts
  • Hirnkerne – (Locus caeruleus, Nucleus tegmentalis lateralis, dorsalis, Area tegmentalis ventralis) – zur Produktion von Acetylcholin, Adrenalin und Dopamin
  • Koordinationsstelle für Angst- und Fluchtreflexe (periaquäduktales Grau, wird oft zur Formatio reticularis gezählt)
  • Regulationszentrum der Atmung (Nucleus parabrachialis)
  • Gesichtsnerven (5. und 7. Hirnnerv) zum Auslösen von ängstlichen Gesichtsausdrücken

Was passiert genau?

Erstes Erlebnis mit Situation X:

Es geschieht ein Stress beladenes Ereignis.

Beispiel: ein Knabe spielt alleine auf dem Spielplatz. Ein alter Mann an einem Stock geht aus unerklärlichen Gründen auf den Bub zu und schimpft mit ihm. Der alte Mann setzt darauf seinen Weg fort ohne weiteren Kommentar. Im Moment, in dem der Mann zu schimpfen beginnt, passiert im Kind eine Reaktion: Schock, zittern, schwitzen etc. Ist der Mann weg, überfällt den Knabe ev. eine Trauer, Ohnmacht, Wut, die er gerne teilen möchte. Da er jedoch alleine auf dem Spielplatz ist, fühlt er sich in diesem Moment einsam. Der Junge geht nach Hause zur Mutter.

In seinem Hirn wird folgendes Abgespeichert:

  • alleine auf dem Spielplatz = traurig und einsam
  • alter Mann mit Stock = schimpft = Schutzmechanismus aktivieren: zittern, schwitzen, Herzpochen

Nachdem der Sohn der Mutter die Situation schildern und sie ihn trösten konnte, geht der Junge wieder spielen.

Jahre später:

Das Kind wird zu einem jungen Mann, der sein Studium an der Universität begonnen hat. Er kann sich nicht erklären, warum er vor Professor X, einer der ältesten Professoren, ins schwitzen kommt. Sobald der Professor den Saal betritt und sein Blick in seine nähe kommt, beginnt das Herz des jungen Mannes schneller zu schlagen, er zittert, hat Angstgefühle und fühlt sich einsam.

Folgendes ist passiert:

  • Bild Professor wird in Amygdala verglichen. Resultat: = alter Mann auf dem Spielplatz
  • Schutzmechanismus auslösen: schwitzen, zittern, Herzpochen

Da alle Sinne an der Angstverarbeitung beteiligt sind, reicht es aus, einen bestimmten Geruch zu riechen, Geschmack zu schmecken, etwas zu hören oder zu sehen. Das Bild des Professors wird im Hypothalamus und Amigdala mit dem Bild vom Mann auf dem Spielplatz verglichen. Der Professor scheint nach Amigdala dem altem Mann von damals zu gleichen, was die ganze Reaktion wieder aktiviert.

die Angst kann therapiert oder behandelt werden mit kinesiologie

Vorgehen in der Kinesiologie bei Angst

  1. Sie definieren die angstauslösende Situation
  2. Sie beschreiben Ihr Wunschverhalten in dieser Situation
  3. Hinderungsgrund für Ihr gewünschtes Verhalten bezw. Ursprung Ihrer Angst erkennen
  4. Ursprung, Hinderungsgrund verarbeiten (mit Bildveränderung = aus Situation generierte Stressgefühle abbauen, damit neue Handlungsmöglichkeit besteht)
  5. Ziel aktivieren mit allen Sinnen
  6. Sie verlassen die Praxis und integrieren ihr neues Lebensgefühl in der Realität

Begleitend werden Symphatikus / Parasymphatikus und Hirnbereiche mit spezifischen Akupunkturpunkten stimuliert und ausgeglichen:

  • Limbisches System
  • Amygdala
  • Hypothalamus

Und folgende Hormone anhand Ampullen ausgeglichen:

  • ACTH
  • Acetylcholin
  • Adrenalin
  • Dopamin
  • Serotonin

Sie werden weder Hormone noch andere Mittel einnehmen oder verschrieben erhalten.

This entry was posted on Montag, August 9th, 2010 at 10:23 and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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